Bio-Wasserstoff

Methanol

Methanol - (K)eine Alternative?(!)

Einige Zitate zum Thema "Methanol":

Quelle: http://www.energieinfo.de/eglossar/node116.html
Methanol
Methanol (CH3OH) ist ein einwertiger Alkohol, der dem Ethanol (Trinkalkohol) chemisch sehr ähnlich ist, allerdings physiologisch betrachtet ein deutlich stärkeres Gift darstellt.
Die Energiedichte hat für diesen Brennstoff den Wert 5.6 kWh/kg oder 4.4k Wh/l und liegt damit bei etwa der Hälfte derjenigen des Benzins. Methanol ist bis zu einer Temperatur von 65°C flüssig, kann also - ähnlich wie Benzin - in einfachen Tanks gelagert werden.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Methanol
Eigenschaften
Methanol ist eine farblose, brennend schmeckende, giftige, bei Einnahme durch den Menschen zur Erblindung oder zum Tod führende, leicht brennbare und sehr flüchtige Flüssigkeit.


Einsatz von Methanol
Quelle: http://www.initiative-brennstoffzelle.de/de/live/start/48.html
Eingesetzt wird Methanol heute vor allem in brennstoffzellenbetriebenen mobilen Kleinsystemen wie mobile Netzteile für elektronische Geräte und zur Stromversorgung von Kleincomputern, Laptops oder Camcordern. Die ersten Produkte sind bereits auf dem Markt. Betrieben werden sie mit Direktmethanolbrennstoffzellen (DMFC), die den Alkohol direkt umsetzen. DMFCs höherer Leistungsklassen, beispielsweise für den Antrieb eines Autos, gibt es bislang nicht. Ein Grund ist die bei diesem Brennstoffzellentyp generell vergleichsweise niedrige Leistungsdichte.

Ende der Zitate

Brasilien
In Brasilien wird Methanol aus Zuckerrohr gewonnen und dort als Beimischung zu Benzin, neuerdings auch direkt ("pur") in Kraftfahrzeugen verwendet.
 
Brasilien ist ein sehr großes (flächenmäßig gesehen) Land und hat genügend Ressourcen, sowohl was das Land angeht, als auch billige Arbeitskräfte.
 
Der Einsatz von Methanol als Treibstoff ist dort sicher sinnvoll und macht das Land unabhängig(er) vom Öl.

Methanol von Brasilien für Asien
Neuerdings geistern Meldungen durch Fernsehen, Presse und Internet, dass man von Brasilien aus Tankschiffe mit Methanol auf den Weg nach Asien (China, Korea, Japan) schicken und so diese Länder mit Methanol versorgen will.
 
Zuerst habe ich das für einen (schlechten) Witz gehalten, aber es ist wohl etwas dran an diesen Meldungen. Weg vom Erdöl – um jeden Preis. Rein von einer Abhängigkeit in die andere. Hohe Transportkosten + Transportrisiko – aber die (bisherigen) Ölmultis und Großkonzerne hätten für die „nach-dem-Erdöl-Zeit“ wieder eine lohnende und erquickliche Einnahmequelle. Und die Abhängigkeiten bleiben erhalten.
 
Allein die Natur würde etwas geschont, weil es sich ja um nachwachsende Energie handelt. Jedenfalls solange, bis ein (oder mehrere) Tanker auf Grund laufen, leck schlagen und ihre Ladung verlieren. Im Gegensatz zu Rohöl wird es sicher keine spektakulären Bilder von toten Fischen, Seevögeln und ölverschmierten Stränden geben. Aber Methanol verdampft/verdunstet rasch – was für die Umwelt (Ozonloch!) eine große Belastung darstellt und alle Vorteile der Umweltschonung wieder zu Nichte macht.
Die Zielländer wären sicher besser beraten, sich intensiv mit der Erzeugung von und dem Aufbau der nötigen Infrastruktur für Bio-Wasserstoff zu befassen und beides so schnell wie möglich voranzutreiben.

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Vom Regen in die Traufe - Oder: Von einer Abhängigkeit in die Andere!
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